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Bima Rollenprüfstand im Test

Ein Rollenprüfstand ist für die Wartung und das Testen von Loks eine super Idee, daher haben wir uns mal umgeschaut und sind auf Bima gestoßen. Hier lesen Sie unsere Erfahrungen. 

 

Bestellen

Bestellt haben wir das gute Stück direkt über die Website und nicht über ebay. Preislich ist es in beiden Portale gleich. Es wurde bei uns die kleine 17cm Version und ein Zusatzrollenblock. 

Nach Abschluss des Bestellprozesses warteten wir dann auf den Link zu Paypal oder die Kontodaten, aber außer einer Eingangsbestätigung kam erstmal nichts. 

 

Einen Tag später kam dann die richtige Rechnung. Diese hat einen reduzierten Versandkostenbetrag von 5 Euro. Sofort bezahlt und wiederum einen Tag später bekamen wir dann die Versandbestätigung. Nachdem wir uns mehrere Tage gewundert hatte bekamen wir dann 4 Tage später von DHL die Info das die Daten zur Sendung übermittelt worden sind. Das fanden wir schon etwas seltsam. Man muss ja nicht sofort versenden, aber sollte auch so tun als hätte ich was verschickt ;)

 

Gekommen ist das Päckchen in einem neuen Paket welches aber sehr stark nach Rauch gestunken hat, als wir es öffneten. Sowas verstehen wir ehrlich nicht. Natürlich kann es auch sein, das der DHL-Fahrer einen kleinen Rauchsalon im Wagen hat, aber so durchzogen wie auch das Füllmaterial vom Rauch war, naja. 

 

Alles in Allem deckt sich die Erfahrung mit dem Bestellprozess mit Jenen die wir über Kontaktaufnahmeversuche mit dem Hersteller im Forum 1zu160.net gelesen habe. 

 

Optischer Eindruck:

Der Rollenprüfstand an sich ist sehr sauber, wenn auch rudimentär verarbeitet. Er besteht im wesentlichen aus Alu-Profilen ein bisschen Plexiglas, Kugellager (bitte nicht erschlagen falls es eine Art Spezialkugellager ist und wir das jetzt hier falsch ausgedrück haben ;) und Schrauben ;) 

 

Die Profile sind ordentlich abgeschliffen. Es gibt keine scharfen Kanten. Einen Schönheitspreis gewinnt man hier sicher nicht aber es ist funktional. Das eingearbeitet Gleis ist von Trix und der Stromanschluss ist an einem Ende angelötet. Die Kabel sind unterschiedlich lang. Das gelbe Kabel hat circa 25 cm und das Braune 10 cm.  Warum auch immer. Eventuell war braun gerade aus. 

 

Technische Funktion:

Einmal angeschlossen funktioniert das Ding anfangs ganz gut. Die Rollenblöcke leiten den Strom von den Schienen zur Lok. Das ist bei Elektro- und Dieselloks praktisch. Auch wenn wir es seltsam finden das man ja wirklich 4 Rollenblöcke braucht in der Startversion aber nur 3 dabei sind. Die starre "Abstellfläche" ist für uns nur auf den ersten Blick sinnvoll. Wir dachten zuerst das es bei längeren Tenderloks mit Motor im Tender praktisch sein könnte. Hier stellt man die nicht angetriebene Kesselachsen auf den Block ohne Rollen und den Tender auf die kleinen Rollenblöcke. Das starre Teil  leitet leider aber keinen Strom. 

 

So weit so gut, doch leider gibt es ein erhebliches Problem:

Irgendwie gibt es Kontaktprobleme bei unserer Ausführung. Durch die Vibration der Lok lösen sich die leicht Rollblöcke irgendwie aus ihrer Halterung und die Lok bleibt stehen. Das ist natürlich unangenehm auf einem Rollenprüfstand. Auch nach einer Reinigung gibt es immer wieder sehr störende Aussetzer. Da kann man natürlich schlecht was Testen wenn man ständig am Nachjustieren des Prüfstandes ist. 

 

Was natürlich noch hinzukommt ist das die Lautstärke doch recht hoch ist. Beim genauen hinhören merkt man auch schnell das bei meinem Exemplar zwei dieser Lager icht ganz rund laufen, was sich auch auf die Lautstärke auswirkt. 

 

Einen Rollenprüfstand bei welchem man immer wieder nachjustieren muss und nicht einfach die Lok laufen lassen kann finden wir seltsam. Für den Preis kann man erstmal nicht viel meckern, da wir denken das Material und Arbeitszeit damit genau ausgeglichen sind. Das der starre Block keinen Storm leitet finden wir sehr schade da ich mir bei meinen langen Loks theoretisch nochmal Zusatzblöcke kaufen müsste, damit eine stabile Stromversorgung gewährleistet ist.

 

 

Nach ein paar Monaten Benutzung haben wir das gute Stück heute wieder in die Hand genommen um eine neu erstandene ebay-Fundsache vor dem Digitalisieren nochmal ausfühlich zu testen. 

 

Und - obwohl das gute Stück eigentlich nur auf dem Schreibtisch steht und einmal in der Woche benutzt wird, oder eben deshalb - hat sich leider der Kleber gelöst. 

 

Das Gleis auf welches die Blöcke aufgesetzt werden ist lose. Der Kleber klebt noch an den Schwellen. Jetzt kann man auch definitiv sagen das es sich um ein Trix-Gleis handelt ;) 

 

En bisschen schwach finden wir es schon, aber gut.. er ist günstig. 

 

Fazit

Löst sich leider nach einiger Zeit auf, aber ist nicht irreperabel. Bei der Gelegenheit muss man auch gleich mal die Schrauben nachziehen. Aber aufgrund des Klirrens durch Vibrationen und der Stromübertraungsprobleme würde wir diesen Rollenprüfstand nicht nochmal kaufen. Inzwischen wurde er auch bereits ersetzt. 

 

Hersteller: BIMA
Art: Rollenprüfstand
Preis: ab 40 €

Bestückt mit dem gläsernen Triebwagen


Grundaufbau


Rollenblock


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Kommentare: 1
  • #1

    Joe (Montag, 30 Juli 2018 20:23)

    Man lernt halt immer wieder dazu, trotzdem Danke für den Beitrag.