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Motorreinigung

Auch die fleißigste Arbeitsbiene benötigt Wartung. Hier stellen wir Ihnen kurz vor, wie sie Ihren Motor zuhause warten können. Außerdem ist dies genau die gleiche Methode wie jeder von uns angebote Motor (ausgenommen geschlossene Motoren) von uns vor dem Einlisten gereinigt werden.

 

Vorbereitung

Noch bevor wir uns an den Motor wagen, schauen wir erstmal ob der noch läuft und ob es sog. Kohlenfeuer gibt. Wenn gar nichts mehr geht sind eventuell defekte, oder verschmierte Kohlen dran schuld. Das können wir im nächsten Schritt gleich herausfinden. 

 

Zerlegen

Unser Arnold-Motor hat schon einige Jahre auf dem Buckel und läuft zwar noch recht gut, wenn auch etwas ruppig. Zunächst zerlegen wir den Motor komplett. Gleich fällt auf: Die Motorkohlen sind zwar schon abgenutzt, aber noch in einem guten Zustand und können bedenkenlos weiter genutzt werden. Eine der Kohlenfedern ist leicht deformiert, aber auch das stellt keinen Hindernisgrund für die Weiternutzung dar. 

 

Kohlen ausglühen

Durch lange Lagerung oder falsches Ölen kann es sein, das die Motorkohlen Öl auf saugen. Das mach die Kohlen weich und erhöht den Abrieb und der Motor verschmutzt schnell. Aber es müssen nicht immer gleich neue Kohlen her. Wenn die Kohlen noch eine ausreichende Größe haben, genügt ein sog. Ausglühen. Hierzu platzieren sie die Motorkohlen möglichst wegspringsicher auf einem Stück Küchenkrepp oder einem anderen saugfähigem Tuch (das sie danach möglichst nicht mehr brauchen). Mit einem normalen Lötkolben wird die Kohle nun erhitzt. Sollten die Kohlen verölt sein, werden sie sofort Bläschen und Qualm bemerken. Erhitzen Sie die Kohlen so lange bis die Kohlen "trocken" und rauchfrei sind. 

 

Handarbeit am Motor

Der Motor selbst wird mit einem Zahnstocher und weiteren, saugfähigen Küchenkrepp gereinigt. Den meisten Motoren macht es auch nichts aus, wenn sie in einem Bad aus SR24 im Ultraschallbad gereinigt werden (bitte informieren Sie sich selbst nochmals vor der Anwendung), solange die Motorkohlen ausgebaut sind! Doch um eine mechanische Reinigung werden sie meistens nicht herum kommen. Mit dem eingewickelten und ggf. mit wenig Reinigungsbenzin getränkter, Zahnstocher werden nun die Kohlehalterungen und der Kollektor vorsichtig gereinigt. Dies geht durch die Kohlenaufnahmeschächte ebenso wie durch weitere Öffnungen.

 

Zusammenbau

Nach der Reinigung bleibt schon einiges am Zahnstocher hängen. Sollten Sie den Motor "gewaschen" haben, warten sie bitte mit dem Zusammenbau bis er vollständig getrocknet ist.   Setzen Sie den Motor wieder zusammen, achten Sie darauf das sie die Kohlen am besten mit einer Pinzette und nicht mit den Fingern berühren um einer neuerlichen Verunreinigung vorzubeugen. 

 

Das Motorlager sollte nie ganz trocken sein, ölen sie daher das Lager (niemals die Kohlen!) minimalst.

 

Unser Motor läuft nun deutlich weicher und hobelt die Kohle nicht mehr.

 

Nachmachen auf eigenen Gefahr. Viel erfolg bei Ihrer Motorwartung!