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Einbau Rauchgenerator

Nachdem wir ein knappes Dutzend Rauchgeneratoren erstehen konnten, haben wir uns überlegt diese nicht nur als Ersatzteil für die üblichen Verdächtigen, wie die Arnold BR 18 (S3/6) oder die BR 41, zu nutzen. 

Schon des öfteren wurde im 1zu160.net Forum davon gesprochen auch Heizkesselwagen damit auszurüsten. Unser Hobbytrain Modell scheint dafür prädestiniert, daher haben wir den Schritt mal gewagt. 

 

 

Das Grundmaterial

Der Hobbytrainwagen ist sehr detailliert und liegt mächtig tief im Gleis. Das angedeutete Innenleben bietet reichlich Spielraum für den Einbau des Generators. Durch die bereits verbaute Attrappe im Inneren ist bereits der Kamin ordentlich ausgeschnitten. 

 

Das wird gemacht

Zunächst haben wir uns dafür entschieden, dass der Wagen nicht nur raucht sondern natürlich auch beleuchtet sein soll. Da wir digital fahren und unsere Zugarnituren auch digital schalten möchten, kommt ein D&H Funktionsdecoder zum Einsatz. Damit wir nicht in jedem Waggon einen eigenen Decoder einbauen müssen, erfolgt außerdem der Einbau einer Peho-Magnetkupplung (siehe unseren älteren Blog-Beitrag dazu). 

 

Stromabnahme

Die Stromabnahme erfolgt durch auf das Drehgestell oben angebrachte klassische Radschleifer. Wir haben einen ersten Versuch mit Achslagern gemacht, aber das hat uns leider bei einem anderen Wagen nur einen sehr sehr schwergängigen Entgleisungsweltmeister gebracht. Sowohl für die Stromabnahme als auch die Kabelführung für die Magnetkupplung müssen kleinere Löchere gebohrt werden. Hierzu ist darauf zu achten, dass die Kinematik nicht blockiert wird. Auch sollten die Kabel stets genug Spielraum haben. Bei uns erfolgt die Stromabnahme an jeder Achse auf beiden Seiten. Insgesamt also 8 Stromabnahmequellen... wenn das nicht reicht ;) 

 

Das Innenleben

Platz schaffen für den Generator muss man nicht viel. Einfach die Kesselimmitation heraustrennen und fertig. Wir haben uns jedoch dazu entschieden, die gesamte Inneneinrichtung bis auf ein Holzbrett zu entfernen, da wir sehr viele Kabel unterbringen müssen und das ganze sonst eher ein Schweizer Käse geworden wäre. Es sieht etwas brachial aus, wie unsere Konstruktion so offen da liegt.

 

Generator einpassen

Wie bereits geschrieben, passt der Generator sehr gut in die entstehende Lücke. Doch unser Modell aus einer alten BR 18 hat keinen richtigen Schlot. Hier muss man selbst kreativ werden. Aus einer alten Hülse eines Steckers haben wir uns einen Schornstein gebastelt. Damit wir beim Befüllen des Generators nicht immer aus Versehen die gesamte Inneneinrichtung des Waggons mit Dampföl besudeln, wird er samt dem selbstgebastelten Schornstein mit wenig Silikon direkt ins Dach geklebt. Nach dem Austrocknen des Silikons geht garantiert nichts mehr daneben. An den einen Kontakt haben wir bereits ein langes Kabel angelötet. Durch diese ausreichende Länge können wir immer noch das Gehäuse ohne Probleme abnehmen. 

 

Unbedingt darauf achtenDer Rauchgenerator wird heiß. Sie sollten unbedingt darauf achten, wo er anstößt, sonst haben sie Ratz-Fatz ein verschmurgeltes Gehäuse. 

 

Der Kontakt des zweiten Pols für den Generators wird bei uns durch eine Feder hergestellt. Natürlich funktioniert das dann nur bei aufgesetztem Gehäuse. Dafür dann aber tadellos. 

 

Abschluss

Zuletzt wird die indirekte Beleuchtung mittels eines Huffing Tonic LED-Stabes realisiert. Dieser wird geteilt und durch sehr starre Drähte so fixiert, dass in der Mitte genau die Lücke für den Rauchgenerator entsteht. Der ganze Kabelsalat wird am Decoder angeschlossen.

 

Fazit

Nach dem Zusammenbau haben wir einen Heizkesselwagen welcher auf F1 beginnt zu qualmen, F2 sein Licht anschaltet, F3 die Waggons beleuchtet, die auf der einen Seite an der Magnetkupplung hängen und mit F4 wird die andere Seite mit Strom versorgt. Durch die Stromabnahme an 8 Punkten brauchen wir in diesem Wagen auch keinen Kondensator.

 

Im Betrieb sieht das ganze sehr schön aus, auch wenn der Nutzen von Rauchgeneratoren natürlich zeitlich sehr stark begrenzt ist. Über die Decoderwerte haben wir die Rauchintensität etwas gedämpft, aber mehr als 4–5 Minuten Spaß hat man damit nicht. Im Vergleich dazu ist der Aufwand sehr hoch. Hinzu kommt, dass die Hobbytrain Fensterrahmen und Anschriften nicht besonders gut auf Dampföl, das daneben geht, zu sprechen sind. So lösen sich die goldenen Sprossen. 

 

Auch wenn es eine Augenweide ist, würde ich es persönlich nicht noch ein Mal machen ;) 

Hersteller: Arnold / Seuthe
Art: Rauchgenerator

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